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6. Mai 2008 veröffentlicht von Administrator

Brief an einen deutschen Schriftsteller:

Sehr geehrter Eduard Breimann!

Danke, dass Sie die Kraft und den Mut gefunden haben, sich diesem heiklen und schwierigen Thema zuzuwenden. Ihr Roman „Das fremde Land“ beleuchtet Realitäten aus einer traurigen Vergangenheit. Das Dargestellte ist klar und emotional beschrieben.

Das Buch habe ich von der ersten bis zur letzten Zeile aufmerksam gelesen. Ich verstehe, welch umfangreiches Material Sie nicht nur studieren, sondern auch durch Herz und Verstand gehen lassen mussten, um zu versuchen glaubwürdig darzustellen, was damals in der Sowjetunion und im Dritten Reich vor sich gegangen ist. Am Beispiel des Schicksals des Mädchens Aja, Angelika Pawlowskaja, die in einem kleinen Dorf in der Nähe des Flusses Desna lebte, machen sich die Leser mit den Ereignissen jener Jahre bekannt. Und am Beispiel des Lebens eines beschaulichen rheinischen Städtchens wird gezeigt, wie die Ereignisse der Vergangenheit mit denen der Gegenwart eng verflochten sind und verschiedene emotionale Reaktionen hervorrufen. Bei der Lektüre Ihres Buches erkennen die Menschen das, was das nazistische Regime, vor dem deutschen Volk verschleiernd, getan hat. Wie es menschliche Schicksale zerbrach, indem es erzwang, Dinge zu tun, auf die kein Deutscher jemals stolz sein kann. weiter lesen »