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3. Dezember 2008 veröffentlicht von Administrator

Ein Autor zu seinem neuen Buch

Als 2006 die Meldung Aufsehen erregte, dass die Wiener Bezirksbügermeisterin Grete Laska ein Verbot für Nikolausbesuche in Kindergärten ausgesprochen hätte, ergab sich ein heftiger Widerstand der Eltern und breiter Bevölkerungskreise. Ein Teil dieser Bewegung bestand in der Einrichtung der Plattform im Internet „Rettet den Nikolaus“.

Mit dem nachstehenden Beitrag nahm Jürgen Jesinghaus dort Stellung:

Kulturpolitischer und psychologischer Unsinn

Eingesandt an www.rettet-den-nikolaus.at

Abgesehen davon, dass sich Amtsinhaber, die für eine überschaubare Zeit gewählt werden, nicht ordnungspolitisch ins Brauchtum einmischen sollten (sie hätten Besseres zu tun), ist die Sorge darüber, wie man mit dem Nikolaus umspringt, nicht gänzlich unberechtigt. Die Mutation eines Heiligen zu einem Weihnachtsmann, also zu einem Kommerz-Deppen, einem witzlosen Coca-Cola-Conferencier, der eher wie ein Kinderschänder denn als Kinderfreund daherkommt, hatte mich so wütend gemacht, dass ich versucht habe, in einem Buch einen Gegenentwurf zu zeichnen, um dem plumpen Weihnachtsmann einen Menschen gegenüber zu stellen, der ein respektabler Nikolaus sein könnte. Ich stamme aus einer Stadt, die sich über den Mangel an religiösen Bräuchen nicht zu beklagen braucht, daher vielleicht meine Liebe zum Nikolaus, obwohl ich keiner Kirche angehöre. Hände weg von ihm, rettet den Nikolaus! Die Sorge jener Vizebürgermeisterin gilt vermutlich dem derben Auftreten des Bischofs und seines handfesten Begleiters. In der Bibel und in Grimms Märchen geht es schrecklicher zu als bei einem Nikolaus-Auftritt vor Kindern. Und wer wollte Kindern Märchen und biblische Geschichten verbieten! Hänsel und Gretel sowie der Verkauf Josephs nach Ägypten durch seine Brüder zeichnen sich nicht durch diejenige zarte Rücksichtnahme aus, die eine Wiener Politikerin irrtümlicherweise für kindgerecht ansieht. Wenn Kinder den Kindergarten verlassen, stolpern sie in eine Welt, in der wahrhaft grauenerregende Menschen umher irren, dagegen wirkt ein Krampus mit Rute wie ein Weihnachtsengel. Was ich kaum zu denken wage (weil es so absurd wäre) ist, dass Frau Laska aus Multi-Kulti-Rücksicht mohammedanischen Kindern die Bekanntschaft mit einer christlichen Kultfigur ersparen wollte. Wenn das zuträfe, hätte sie törichterweise übersehen, dass Multi-Kulti keine Einbahnstrasse ist und dass man Kindern anderer Kulturen die abendländische nicht vorenthalten darf (so wenig wie österreichischen oder deutschen Kindern die islamische).

Das Buch, erschienen im September 2008:

Jürgen Jesinghaus
Nikolaus, der Mann aus Myra Roman
Roman 
ISBN 9783952298176
Geb., 306 Seiten, mit einer Karte und Glossar
19.80 (D)

Gerne senden wir Ihnen ein Rezensionsexemplar zu.

Die Biografie des wahren Nikolaus … ein wunderbares Buch, das Jugendlichen wie Ewachsenen gleichermassen hohen Lesegenuss bietet.

Verweise

Weitere Informationen finden Sie auf:

http://www.the-short-story.de/2008/11/04/unser-aktuelles-verlagsprogramm/

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Download des Pressetextes als Word-Datei: PR-Jesinghaus-Nikolaus-031208
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